Wangerooge: Ein langes Wochenende auf der Nordseeinsel

Für mich ist hiermit offiziell die Sommer-Reisesaison mit der ersten von insgesamt vier (bisher) geplanten Reisen (ein Städtetrip – mehr am 18.05. hier auf dem Blog – und auf zwei weitere Inseln, eine ebenfalls in der Nordsee – die andere im Atlantik) eröffnet.

Es ist schon fast eine Tradition, dass wir jedes Jahr zusammen mit einigen Bekannten über das lange Himmelfahrts-Wochenende eine beliebige Jugendherberge in Deutschland besuchen. So haben wir schon von Hessen über das Sauerland bishin zur Nordsee einige Jugendherbergen gesehen. Zwar verbindet man mit Jugendherbergen oft Unterkünfte, die mit Gemeinschaftsbädern, Schlafsälen und schlechtem Essen ausgestattet sind, dies ist aber schon längst nicht mehr überall der Standard. Gerade die von uns ausgewählten Häuser haben auf den Zimmern eigene kleine Bäder und sind auch sonst nicht wirklich von einem durchschnittlichen Hotel zu unterscheiden – nur die Hochbetten und das obligatorische, selbständige Beziehen der Betten sind natürlich in einer jeden Jugendherberge Pflicht!

Ein Bekannter ist anstatt mit der Fähre mit seinem eigenen Boot gekommen. So haben wir einen Abend im Hafen auf seinem Boot verbracht!

Dieses Jahr hat es uns in den Wangerooger Westturm verschlagen, der – wie der Name bereits anmuten lässt – ganz im Westen der Insel, in der Nähe des Anlegers und 4,5km außerhalb des kleinen Insel-Ortes steht.

Mit insgesamt 7 bewohnbaren Stockwerken und einer begehbaren Spitze, von der man einen echt tollen Ausblick hat, kommt der Turm auf insgesamt 56m. Seit der Entstehung im Jahr 1932 wurde der Turm immer als Herberge genutzt. Zuerst von der Hitlerjugend und nach dem 2. Weltkrieg als öffentliche Jugendherberge.

Um in die Turmspitze zu kommen und selber den Ausblick genießen zu können, benötigt man einen Schlüssel, den man auf Nachfrage an der Rezeption der Jugendherberge erhält. Sie ist also für jeden Zugänglich! Man sollte allerdings gut zu Fuß sein und absolut keine Höhenangst haben. Der letzte Treppen-Abschnitt zur Turmspitze (für welchen man auch den Schlüssel benötigt) besteht nämlich aus einer engen, luftigen Wendeltreppe aus Holz, die von einer Art Dachboden die letzten Meter nach oben führt. Für mich war der Aufstieg noch okay, den Abstieg habe ich dann doch lieber im Sitzen vollzogen, da mir die Höhe dann doch nicht so gut gefallen hat.

Unsere Zimmer befanden sich im 7. Stock und der einzige Nachteil daran so weit oben zu schlafen, sind die vielen Treppenstufen, die aber durch einen echt schönen Ausblick wieder ausgeglichen werden. Vor allem Nachts, wenn man in Richtung Norden schaut, kann man eigentlich immer beleuchtete „Hochhäuser“ auf dem offenen Meer entdecken. Die Containerschiffe sehen von weitem, wegen der vielen Lichter, so aus, als würden kleine Städte vorbeifahren!

Empfehlenswert ist der Blogpost von der Reisebloggerin Steffi, die auch im Wangerooger-Westturm (scheinbar sogar im Nachbarzimmer) war. Bei ihr lassen sich unter anderem auch viele Bilder aus dem Inneren der Jugendherberge finden!

Eine einsame Muschel am Wangerooger Strand.

Der Westturm liegt direkt an einem teilweise mit Asphalt befestigten Strand. Wenn man diesen Strand in Richtung Anleger weitergeht, verschwindet allerdings der Asphalt und der Strand wird zu einem Sandstrand. Dort ist es, vermutlich wegen der Lage, eigentlich immer menschenleer. Menschenleer bedeutet aber auch, dass der Sand nicht gefiltert und der Strand sauber gehalten wird, sodass hier leider recht viele verendete Tiere herumliegen. Wem das nichts ausmacht (man kann ja auch schnell dran vorbei gehen..), der kann von hier aus super den Sonnenuntergang beobachten!

Sonnenuntergang am Strand zwischen Hafen und Jugendherberge.

Am nächsten Freitag starte ich mit drei Freunden einen kleinen Trip durch Europa. Um auch davon Nichts zu verpassen, kannst du dich ganz einfach per Mail benachrichtigen lassen, sobald ich neue Blogeinträge veröffentliche!

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Über mich

Maarten Hoffmeyer

Ich bin 19 Jahre alt, gehe in die 12. Klasse eines Gymnasiums und komme aus Osnabrück. Auf meinem Blog schreibe ich über vor allem Reisen, Dinge, die mich interessieren und über GBS, eine Krankheit, die ich hatte.

Zitat

»Jeder Tag könnte dein letzter sein – und wenn du irgendjemanden magst, sag es am besten gleich!«

– Cro